Insel Gruppe

Volle Datenkontrolle: Insel Gruppe setzt auf BIM2FM-Plattform von bbv

Die Insel Gruppe setzt mit der Einführung des Swiss LCDM Hubs neue Massstäbe im Umgang mit digitalen Gebäudedaten. Die von bbv entwickelte Plattform optimiert das Building Lifecycle Management und beschleunigt die Inbetriebnahme von neuen Gebäuden.

04.03.2024Text: bbv0 Kommentare
Das neue Anna-Seiler-Haus des Unispitals Bern

Mit über 10’000 Mitarbeitenden und mehreren Standorten im Kanton Bern ist die Insel Gruppe AG das grösste und führende medizinische Versorgungssystem der Schweiz. Wie für Leistungserbringer üblich, hängt die Patientenversorgung stark von der Kosteneffizienz der Spitäler ab: Technik, Infrastruktur, Instandhaltung und Energiekosten sind für den reibungslosen Spitalbetrieb kritische Faktoren, ebenso Patientensicherheit, Brandschutz oder hohe Hygieneanforderungen.

Mit dem Einsatz von BIM (Building Information Modeling) erlangen Spitäler grösstmögliche Transparenz über diese Gebäudedaten. Aus diesem Grund setzte die Insel Gruppe für die Errichtung des Anna-Seiler-Haus, dem neuen Hauptgebäude des Inselspitals, auf BIM.

Für die frühzeitige Betriebsplanung und schnellstmögliche Inbetriebnahme des Gebäudes sollten die digital erfassten Baudaten schon vorab dem Facility Management (Betriebsmanagement Tool CAFM) zur Verfügung gestellt werden – Stichwort BIM2FM.

Da die Qualitätskontrolle und Integration der Daten früher manuell erfolgten, war sie äusserst zeit- und ressourcenintensiv sowie fehleranfällig. «Die unterschiedlichen Systeme der Baufirmen und Fachplaner erzeugen Unmengen an Daten, die fürs Facility Management entweder nicht alle wichtig sind oder zuerst weiterverarbeitet werden müssen, ehe sie ins Zielsystem überführt werden können», hält Christian Gavesi, Project Manager bei bbv, fest.

Die Überführung von BIM-Daten in Facility-Management-Systeme erleichtert den Gebäudebetrieb.

 

«Eine hohe Qualität der Daten zu erreichen und sie dem Facility Management zeitnah und in der notwendigen Form zur Verfügung zu stellen, gehört hier zu den grössten Herausforderungen.»

Mit dieser Problemstellung wandte sich die Insel Gruppe an bbv, die dazu die passende Lösung entwickelte: den Swiss LCDM Hub, ein Daten-Kontrollzentrum, das die Zuführung der BIM-Daten ins Zielsystem mit Import-Regeln, Mapping-Katalogen und Konvertierungsoptionen vereinfacht. Die Lösung erfordert wenig technisches Know-how, damit sie auch für Business-User einfach anzuwenden bleibt.

«bbv erfasste unsere Problemstellung ganzheitlich und entwickelte eine Lösung, die rasch Mehrwert generierte. Umsetzung und Zusammenarbeit überzeugten auf allen Ebenen.»

Steve Weissbaum, Leiter Strategisches Immobilien- und Betriebsmanagement
Direktion Immobilien und Betrieb Insel Gruppe AG

Prototyp nach einem Monat

Nach nur einem Monat präsentierte bbv einen ersten Lösungsentwurf, bestehend aus zwei IT-Systemen, die über eine BIM-Datendrehscheibe Daten untereinander austauschen. Auf dieser Grundlage entwickelte bbv schliesslich ein MVP (Minimum Viable Product) für den Austausch von Raumdaten.

«Die Raumkategorisierung ist für jeden Gebäudebetrieb elementar», hält Christian Gavesi fest. «Muss bei einer Bank der Hochsicherheitstrakt als solcher erfasst sein, gelten beim Spital zum Beispiel in OP-Sälen höchste Hygienestandards. Diese Informationen müssen deshalb in Facility-Management-Systemen oder anderen Zielsystemen klar abgebildet sein.»

Das MVP entwickelte bbv schliesslich zum Swiss LCDM Hub weiter, den die Insel Gruppe heute im Einsatz hat. Dank konfigurierbarer Middleware und flexibler, adaptiver Schnittstellen können Anwender Raum- und Anlagedaten mühelos agil in mehreren Iterationen ins Quality Control Center einlesen.

Im Quality Control Center wird der gesamte Datenaufbereitungsprozess visuell dargestellt – von Pflichtfeldern bis zu spezifischen Katalogwerten. Alle Transformationen sowie die Qualitätsregeln werden so überprüfbar und können über Einzel- oder Massen-Update-Funktionalitäten für den Transfer in das Zielsystem released werden. Dadurch ist schnell ersichtlich, welche Daten aus dem Ursprungssystem bereits korrekt im Zielsystem erfasst sind und welche nicht.

Sofortiger Nutzen

Der Mehrwert der Pilot-Lösung war für die Insel Gruppe sofort sicht- und spürbar: «Dass die Daten von Baufirmen und Fachplanern dank des Swiss LCDM Hubs schon vorab ins Facility-Management-System überführt worden sind, war mitunter einer der Gründe, warum das neue Hauptgebäude so schnell nach der Bauphase eröffnet werden konnte», hält Christian Gavesi fest.

Dank der schnellen Verfügbarkeit aller relevanten Gebäudedaten würden sich nun auch Vorteile in der Anlagewartung und -installation ergeben: Daten zu Gebäudekomponenten, wie etwa das Ventil einer Umwälzpumpe, sind dank BIM2FM vollständig erfasst und können im Falle eines Defekts schnell abgerufen werden – was die Gebäudewartung deutlich beschleunigt.

Ausserdem trägt das Quality Control Center zu einer stetigen Verbesserung der Datenqualität bei. Diskussionen und Verhandlungen mit Unterhaltsfirmen und Stakeholdern sind während des Bauprozesses nun früher möglich und erleichtern künftig die Planung und Umsetzung von Renovationen und Umbauten.

Project Insights

  • Planungssicherheit: Die fürs Facility Management relevanten Daten stehen dank der Lösung deutlich früher zur Verfügung ­– für mehr Planungssicherheit während des Bauprozesses und eine frühzeitige Vorbereitung der Inbetriebnahme.
  • Datenqualität: Durch einfach erstellbare Schnittstellen und das Quality Control Center kann die Insel Gruppe die Qualität der Baudaten kontinuierlich verbessern.
  • Effizienz: Schnellere Datenüberführung dank Teilautomatisierung.
  • Standardisierte Daten-Objekte (GTO, Generic Transfer Objects) unterstützen bei künftigen Datenbestellungen.
  • Integration: Das Adaptoren-Konzept stellt die notwendigen Bausteine zur Verfügung, damit die Source- und Target-Systeme einfach eingebunden werden können.
  • Wiederverwendbarkeit für künftige BIM-Modelle aus weiteren Bauprojekten.

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Christian Gavesi

Christian Gavesi ist Senior Project Manager bei bbv. Er verfügt über langjährige Erfahrung im lateralen Führen von Projektorganisationen, insbesondere im Gesundheitswesen, in der Telekommunikation, im öffentlichen Verkehr und im Versicherungswesen. Er begleitet interdisziplinäre Projekte und berät Kunden ganzheitlich auf dem Weg zu einer hochwertigen Softwarelösung.

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